Das Büro von Morgen

Das Büro von Morgen zeichnet sich nicht nur durch seine Funktionalität auf dem Arbeitssektor im eigentlichen Sinn aus, sondern ebenso dadurch, dass es effizient mit Energie zu haushalten weiß. Viele gegenwärtige Quellen von Verschwendung und unnötigem Verbrauch (z.B. auch auf dem Feld der Leuchtmittel) werden erheblich gedrosselt sein und ökologisch bewussteren Alternativen gewichen sein.

Wo Energie gespart werden kann

Schon auf einem vermeintlichen Nebenschauplatz des Büro-Alltages lässt sich eine erkleckliche Menge an Energie einsparen. Dreh- und Angelpunkt der meisten Küchen oder Kochnischen eines Büros verkörpert ohne Zweifel die Kaffeemaschine. Regelmäßig wird hier ein guter Schluck in die Tassen gefüllt, um müde Köpfe wieder frisch und munter zu machen. Allerdings hat dies je nach konkreter Ausgestaltung einige erhebliche Auswirkungen auf die Energiebilanz eines modernen Büros. Denn wenn der Kaffee über Stunden hinweg warm gehalten wird, arbeitet die erhitzende Unterplatte der Kaffeemaschine ständig auf hohen Niveau und verbraucht Stunde um Stunde und Tag für Tag recht überflüssig Energie. Abhilfe lässt sich im Sinne eines Büros von Morgen dadurch schaffen, dass eine Maschine mit Pads an die Stelle der konventionelleren Variante tritt. Auf diese Weise wird jeweils nur diejenige Menge an Energie verbraucht, die für die Zubereitung genau einer Tasse Kaffee erforderlich ist. Ganz nebenbei wird das Heißgetränk sodann stets angenehm frisch schmecken und kein allzu stark verbranntes Aroma haben. Dadurch erspart man sich des Weiteren auch die Verschwendung von Wasser, die dann entsteht, wenn man alten, abgestandenen – und gleichwohl zuvor über Stunden erwärmten – Kaffee wegschüttet, um anschließend einen neuen Aufguss zuzubereiten.

Wenn es im Büro nicht nur etwas zu trinken, sondern auch zumindest einen kleinen Snack für zwischendurch gibt, findet sich häufig auch ein Kühlschrank vor Ort. Dort findet sich eine weitere Quelle für Einsparungen von Energie. Wenn das alte Modell die Wurst und die Getränke nicht mehr hinreichend kühlt, sollte ein neueres Modell mit einer gehobenen Energieklasse angeschafft werden. Wer auf A++ oder gar auf die Kategorie A+++ umsattelt, wird alleine dadurch eine ganz erhebliche Menge an Strom sparen. Dies auch deshalb, weil eine geringere Kühlungsstufe angewählt werden kann, die weniger Energie verbraucht und gleichwohl effizienter kühlt, als das überholte Vorgängermodell es bewerkstelligen konnte.

Beleuchtung

Eine weitere Option zum Einsparen überschüssig verpulverter Energie erschließt sich bei einem Blick in die eher seltener benutzten und betretenen Nebenräume eines Büros. Nicht selten sind die dortigen Leuchtmittel im Dauerbetrieb, was schlechthin überflüssig ist. Um solcher Vergeudung einen Riegel vorzuschieben, können Sensorlampen installiert werden, was zur Folge hat, dass die Lampen nur noch dann aktiviert werden, wenn sich ein Mensch in den jeweiligen Raum begibt und eine Beleuchtung auch tatsächlich notwendig ist. Davon abgesehen sollte es ohnehin selbstverständlich sein, dass im Büro von Morgen alle Leuchtmittel aus Energiesparlampen bestehen.

Raumtemperatur

Es lohnt sich überdies, auch die Temperatur im Raum einmal kritisch zu hinterfragen. Das Büro von Morgen stellt sich weniger als Saune denn als ein Ort effizienter Energienutzung dar. Wozu aber bedarf es weit über 20 Grad Celsius, wenn trockene Heizungsluft eher zu angegriffenen Schleimhäuten führt und damit die Anfälligkeit für eine Erkältung gesteigert wird? Wird hier ein wenig nach unten reguliert, bekommt es folglich nicht nur der Energiebilanz, sondern auch der Gesundheit und dem Wohlbefinden aller Mitarbeiter.

Last but not least bleibt die Frage offen, ob manche Geräte nicht gänzlich ausgeschaltet werden können, anstatt den ganzen Tag über in Bereitschaft geschaltet zu bleiben. Wo bspw. Kopierer nur einige wenige Male pro Arbeitstag benutzt werden, macht es unter ökonomischen Gesichtspunkten wenig Sinn, sie dauerhaft am Stromnetz zu belassen.